Heute ist wieder so ein Tag, wo man am besten im Bett geblieben wäre. Da prüft so ein hessisches Landeslabor 39 “Saisonartikel”. Neben Strandbällen, Wassertieren, Planschbecken und Schwimmflügel aus Kunststoff, wurden (mal wieder) Quietscheentchen geprüft.
Von den 39 geprüften “Saisonartikeln” waren 5 Artikel mit Weichmachern belastet. Keine Aussage darüber ob das nun Quietscheentchen, Strandbälle, Wassertiere, Planschbecken oder Schwimmflügel waren. Als Überschrift fällt dem Hessischen Rundfunk nichts besseres ein als “Quietscheentchen sind belastet” daraus zu machen. Möchte mal wissen ob bei den 5 beanstandeten “Saisonartikeln” überhaupt eine einzige Badeente dabei war.
Prompt habe ich hier die Anfragen: “Sind denn Ihre Badeenten gesundheitsgefährdend?” Der Härtefall war heute jemand, der angefragt hat ob denn die Eintracht Frankfurt Badeente aus gesundheitsgefährdeden Material ist. Ausgerechnet die von Eintracht Frankfurt… Warum fragen die nicht selber bei der Eintracht nach, ob die sich gesetzeswidrig verhalten?
Ich frage mich dann immer was denn wohl so in Köpfen dieser Kunden vorgeht!? Glauben die ernsthaft, dass ich denen zurück schreiben würde: “Wenn Sie mich so fragen: Ja meine Badeenten sind alle mit gesundheitsgefährdenden Stoffen versehen. Eigentlich dürfte ich die gar nicht verkaufen, aber ich tues trotzdem. Aber bitte sagen Sie es nicht weiter!”
Um es klar zu sagen: Meine Enten sind natürlich nicht gesundheitsgefährdend. Alle meine Großhändler versichern mir, dass sie sich an den strengen Bedingungen der EU-Richtlinien für Spielzeug halten. Ich darf und muss darauf vertrauen, dass mich meine Großhändler nicht anlügen. Immerhin sind meine Großhändler auch direkt in der Haftung.
Also antworte ich einfach wahrheitsgemäß: “Ja, alle meine Badeenten sind nicht gesundheitsgefährdend. Jedenfalls wenn man nicht mehr als eine pro Tag verspeisst…” Und schon hat die liebe Kundeseele ihre Ruhe. Sie wollen es ja nicht anders…
Am härtesten finde ich aber den Hinweis des HR, dass man beim Kauf von Kinderspielzeug auf die Kennzeichnung “phthalatfrei” achten solle. Ja, lieber HR, da achte ich auch immer drauf. Bevorzugt bei meinen lieben Wettbewerbern. So eine Kennzeichnung wäre nämlich u.U. eine Werbung mit Selbstverständlichkeiten und als solche Wettbewerbswidrig. Es darf in det EU nämlich kein Spielzeug verkauft werden, was nicht “phthlatfrei” ist. So etwas dämliches…
Share on Facebook