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Update 2: Sind Quietscheentchen gesundheitsgefährdend?

Das Thema läßt mir keine Ruhe. Habe also eine entsprechende Anfrage an das hessische Landeslabor gestellt. Hier die Antwort:

“Von 39 im Jahr 2008 untersuchten Saisonartikeln Wasserspielzeug enthielten fünf verbotene Weichmacher. Von im Jahr 2009 ebenfalls 39 untersuchten Proben Wasserspielzeug enthielt nur noch eine Probe einen verbotenen Weichmacher. Dies geht aus der beigefügten Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Verbraucherschutz eindeutig hervor.

Wie Sie richtig vermuten, sind nicht nur „Quietscheentchen“ untersucht worden, sondern vielmehr auch Wasserbälle, Luftmatratzen, Schwimmflügel usw. Bei der einen Probe aus diesem Jahr, in der ein verbotener Weichmacher festgestellt wurde, handelte es sich um einen Wasserball. Bei den in 2008 und 2009 insgesamt beanstandeten sechs Proben waren Quietscheentchen nicht betroffen.

Ich habe so einen Hals…

Update: Sind Ihre Quietscheentchen gesundheitsgefährdend?

Jetzt habe ich mir den Beitrag des Hessischen Rundfunks noch einmal richtig angesehen. Das ist schon eine Frechheit wie dort Tatsachen verdreht werden.

Heißt es im redaktionellen Beitrag noch:

“Das Hessische Landeslabor hatte 39 Saisonartikel überprüft, darunter Quietscheentchen, Strandbälle, Wassertiere, Planschbecken und Schwimmflügel aus Kunststoff. Fünf davon hätten Weichmacher enthalten, die seit 1999 in der Europäischen Union verboten seien, sagte Verbraucherschutzstaatssekretär Mark Weinmeister (CDU) in hr-iNFO.”

In dem Video wird dann die Mitarbeiterin des hessischen Labors wie folgt zitiert:

“Wir haben in diesem Jahr 39 untersucht und ein Produkt enthielt tatsächlich verbotene Weichmacher. Im letzten Jahr haben wir ebenfalls 39 Proben untersucht und davon haben wir fünf Proben beanstanden müssen wegen verbotenen Gehalten an verbotenen Weichmachern. Und da hat man jetzt schon einen Erfolg gesehen.”

So kann man also auch die Tatsachen verdrehen, ja nicht nur verdrehen, sondern eindeutig falsch und tendenziös darstellen. Typisch Sommerloch, anstatt die gute Meldung herauszustellen, dass die Zahl der Beanstandungen massiv zurückgegangen ist, wird das ganze lieber als schlechte Nachricht verkauft.

Bleibt allerdings immer noch offen ob der eine beanstandete “Saisonartikel” nun ausgerechnet eine Quietscheente war.

Sind Ihre Quietscheentchen gesundheitsgefährdend?

Eintracht Frankfurt BadeenteHeute ist wieder so ein Tag, wo man am besten im Bett geblieben wäre. Da prüft so ein hessisches Landeslabor 39 “Saisonartikel”. Neben  Strandbällen, Wassertieren, Planschbecken und Schwimmflügel aus Kunststoff, wurden (mal wieder) Quietscheentchen geprüft.

Von den 39 geprüften “Saisonartikeln” waren 5 Artikel mit Weichmachern belastet. Keine Aussage darüber ob das nun Quietscheentchen, Strandbälle, Wassertiere, Planschbecken oder Schwimmflügel waren. Als Überschrift fällt dem Hessischen Rundfunk nichts besseres ein als “Quietscheentchen sind belastet” daraus zu machen. Möchte mal wissen ob bei den 5 beanstandeten “Saisonartikeln” überhaupt eine einzige Badeente dabei war.

Prompt habe ich hier die Anfragen: “Sind denn Ihre Badeenten gesundheitsgefährdend?” Der Härtefall war heute jemand, der angefragt hat ob denn die Eintracht Frankfurt Badeente aus gesundheitsgefährdeden Material ist. Ausgerechnet die von Eintracht Frankfurt… Warum fragen die nicht selber bei der Eintracht nach, ob die sich gesetzeswidrig verhalten?

Ich frage mich dann immer was denn wohl so in Köpfen dieser Kunden vorgeht!? Glauben die ernsthaft, dass ich denen zurück schreiben würde: “Wenn Sie mich so fragen: Ja meine Badeenten sind alle mit gesundheitsgefährdenden Stoffen versehen. Eigentlich dürfte ich die gar nicht verkaufen, aber ich tues trotzdem. Aber bitte sagen Sie es nicht weiter!”

Um es klar zu sagen: Meine Enten sind natürlich nicht gesundheitsgefährdend. Alle meine Großhändler versichern mir, dass sie sich an den strengen Bedingungen der EU-Richtlinien für Spielzeug halten. Ich darf und muss darauf vertrauen, dass mich meine Großhändler nicht anlügen. Immerhin sind meine Großhändler auch direkt in der Haftung.

Also antworte ich einfach wahrheitsgemäß: “Ja, alle meine Badeenten sind nicht gesundheitsgefährdend. Jedenfalls wenn man nicht mehr als eine pro Tag verspeisst…” Und schon hat die liebe Kundeseele ihre Ruhe. Sie wollen es ja nicht anders…

Am härtesten finde ich aber den Hinweis des HR, dass man beim Kauf von Kinderspielzeug auf die Kennzeichnung “phthalatfrei” achten solle. Ja, lieber HR, da achte ich auch immer drauf. Bevorzugt bei meinen lieben Wettbewerbern. So eine Kennzeichnung wäre nämlich u.U. eine Werbung mit Selbstverständlichkeiten und als solche Wettbewerbswidrig. Es darf in det EU nämlich kein Spielzeug verkauft werden, was nicht “phthlatfrei” ist. So etwas dämliches…